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»Diese bescheuerte Maschine ist total im Eimer«, erklärte Duncan, der gerade aus dem Hinterzimmer zurückkam. »Immer derselbe Ärger, seit ich sie aufgestellt habe. Und was jetzt? Jetzt muß ich diese beschissene Automatenfirma anrufen und zwanzig Minuten warten, bis die bescheuerte Sekretärin mich mit der richtigen Stelle verbindet. Einem Langweiler zuhören, der mir erklärt, wie beschäftigt sie alle gerade sind und daß er versuchen wird, mir bis Mittwoch jemanden herauszuschicken. Mittwoch! Am Freitag taucht dann endlich so ein Kerl bei mir auf, der sein Gehirn zwischen den Arschbacken sitzen hat, säuft für vier Dollar Freibier und erklärt nur, daß ich den Leuten sagen soll, sie sollen mit dem Ding nicht so rabiat umgehen. Und während er den Schaden repariert, macht er ein oder zwei andere Sachen kaputt, damit er in zwei Wochen wieder kommen kann. Die alten Automaten waren viel besser, gingen selten einmal kaputt. Aber das hier ist der Fortschritt. Wenn ich 1980 noch hier bin, werden sie den Flipper rausnehmen und einen Fickautomat aufstellen.

Willst du noch ein Bier?«

»Klar.«

Duncan ging, um das Bier zu zapfen. Er legte fünfzig Cents auf die Theke und schlenderte nach hinten zur Telefonzelle, die neben dem kaputten Automaten stand.

Er fand, was er suchte, in den gelben Seiten unter der Rubrik Automobile, neu und gebraucht. Der Eintrag lautete: MAGLIORES GEBRAUCHTWAGEN, Route 16, Norton, 892-4576.

Die Route 16 wurde zur Venner Avenue, wenn man nach Norton hineinfuhr. An diesem Abschnitt der Strecke konnte man alles finden, was die gelben Seiten nicht anboten.

Er steckte einen Zehner in den Schlitz und wählte die Nummer. Beim zweiten Läuten wurde der Hörer abgenommen, und er hörte eine Männerstimme: »Magliores Gebrauchtwagen.«

»Mein Name ist Dawes«, stellte er sich vor. »Barton Dawes. Kann ich Mr. Magliore sprechen?«

»Sal ist beschäftigt. Aber ich würde mich freuen, wenn ich Ihnen helfen kann. Pete Mansey.«

»Nein, ich muß mit Mr. Magliore sprechen, Mr. Mansey. Es geht um die beiden Eldorados.«

»Da haben Sie einen echten Ladenhüter«, wehrte Mansey ab. »Bis zum Jahresende nehmen wir keine großen Wagen mehr ab. Wegen der Energiekrise. Die verkaufen sich überhaupt nicht mehr. Also …«

»Ich will sie kaufen«, sagte er.

»Wie bitte?«

»Zwei Eldorados. Einer Jahrgang 70, der andere 72. Einer in gold der andere beige. Ich habe letzte Woche mit Mr. Magliore darüber gesprochen. Es ist eine geschäftliche Angelegenheit.«

»Oh, ja, richtig. Er ist im Augenblick wirklich nicht hier, Mr. Dawes. Um ehrlich zu sein, er ist in Chicago. Und er wird wohl kaum vor elf Uhr nachts zurück sein.«

Draußen hängte Duncan ein Schild an den Flipperautomaten:


AUSSER BETRIEB


»Wird er morgen da sein?«

»Ja, sicher. Geht es um eine Transaktion?«

»Nein, ich zahle bar.«

»Eine von unseren Spezialitäten?«

Er zögerte einen Moment: »Ja, genau. Wäre vier Uhr in Ordnung?«

»Ja, vier ist gut.«

»Vielen Dank, Mr. Mansey.«

»Ich sage ihm, daß Sie angerufen haben.«

»Ja, tun Sie das.« Er legte vorsichtig den Hörer auf. Seine Handflächen waren schweißnaß.

Merv Griffin plauderte wieder mit seinen Berühmtheiten, als er nach Hause kam. Heute war nichts mit der Post gekommen; ihm fiel ein Stein vom Herzen. Er ging ins Wohnzimmer. Mary trank ein heißes Gebräu mit Rum aus einer Teetasse. Neben ihr lag eine Familienpackung Tempotücher, und das ganze Wohnzimmer roch nach Eukalyptus.

»Bist du krank?« fragte er besorgt.

»Gib mir keinen Kuß«, sagte sie, und ihre Stimme klang wie ein entferntes Nebelhorn. »Ich hab’ mir ‘ne Erkältung geholt.«

»Armes Kind.« Er gab ihr einen Kuß auf die Stirn.

»Ich hasse es, dich darum bitten zu müssen, Bart, aber würdest du wohl heute abend einkaufen gehen? Ich war mit Meg Carter verabredet, aber ich mußte ihr leider absagen.«

»Natürlich. Hast du Fieber?«

»Ich weiß nicht. Vielleicht. Ein bißchen.«

»Soll ich dir einen Termin bei Dr. Fontaine geben lassen?«

»Weiß nicht. Mach’ ich morgen, wenn’s mir nicht besser geht.

»Du hörst dich richtig verstopft an.«

»Ja. Die Tabletten haben ‘ne Weile geholfen, aber jetzt …« Sie zuckte die Achseln und lächelte traurig. »Ich klinge wie Donald Duck.«

Er zögerte einen Moment und sagte dann: »Morgen abend komme ich etwas später nach Hause.«

»Oh?«

»Ich fahre nach Northside raus, um mir ein Haus anzusehen. Scheint mir ganz gut zu sein. Sechs Zimmer, kleiner Garten, nicht weit von den Hobarts entfernt.«

Freddy sagte laut und deutlich: Na, hör mal, du gemeiner, dreckiger Hurensohn.

Marys Gesicht hellte sich auf. »Das ist ja wundervoll. Darf ich mitkommen?«

»Besser nicht. Mit der Erkältung?«

»Ich bin schon in Ordnung.«

»Das nächste Mal«, sagte er fest.

»Na gut.« Sie lächelte ihm zu. »Gott, bin ich froh, daß du endlich was unternimmst. Ich hab’ mir schon Sorgen gemacht.«

»Du brauchst dir keine Sorgen zu machen.«

»Ich weiß.«

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