Sie nahm einen Schluck von ihrem heißen Rumgetränk und kuschelte sich an ihn. Er konnte sie rasselnd ein- und ausatmen hören. Merv Griffin plauderte mit James Brolin über dessen neuen Film
Nach einer Weile stand Mary auf und schob das TV-Dinner in den Herd. Er stand ebenfalls auf und wechselte den Kanal, um sich eine Wiederholung von
Erinnerst du dich noch daran, wie ihr euren ersten Fernseher bekommen habt, Georgie?
Er lächelte und blickte durch Forrest Tucker auf dem Bildschirm hindurch. Und ob ich mich daran erinnere, Fred.
Sie waren eines Abends von den Upshaws nach Hause gekommen - das war gut zwei Jahre nach ihrer Heirat gewesen -, wo sie sich die Hitparade und
Er hatte ihr zum Sommerbeginn ein Paar weiße Sandalen geschenkt, in denen sie auf bezaubernde Weise größer wirkte.
Sie hatte weiße Shorts angehabt, und ihre langen, fohlenglei-chen Beine hatten so lang ausgesehen, als ob sie wirklich erst an ihrem Kinn enden würden. Es hatte ihn nicht weiter interessiert, ob Donna Upshaw nun genervt gewesen war oder nicht; er hatte mehr Interesse daran gehabt, Mary die Shorts vom Körper zu ziehen. Ja, das war ihm damals viel wichtiger gewesen - auch wenn das nicht sehr fein klingt.
»Vielleicht wird es ihr langsam ein bißchen zuviel, die halbe Nachbarschaft mit Erdnüssen zu versorgen, nur weil sie die einzigen in der Straße sind, die einen Fernseher besitzen«, hatte er ihr geantwortet.
Er nahm an, daß er daraufhin die kleine Falte zwischen ihren Augenbrauen gesehen hatte - diese besondere Linie, die immer bedeutete, daß Mary etwas ausbrütete. Zu dem Zeitpunkt waren sie schon halb die Treppe hinaufgestiegen, und seine Hand hatte sich liebkosend auf Marys engsit-zende Shorts gelegt - wie klein diese Shorts doch damals waren -, und erst viel später - danach - hatte sie zu ihm gesagt:
»Wieviel würde wohl so ein einfaches Tischmodell kosten, Bart?«
Im Halbschlaf hatte er geantwortet: »Hm, ich glaube, wir könnten einen Motorola für achtundzwanzig, vielleicht dreißig Dollar kriegen. Aber ein Philco -«
»Kein Radio. Einen Fernseher.«
Er hatte sich aufgesetzt, die Nachttischlampe angeknipst und sie fragend angesehen. Sie hatte nackt neben^ihm gelegen, die Bettdecke um die Hüfte geschlungen, und obwohl sie ihn angelächelt hatte, war ihm klar gewesen, daß sie es völlig ernst meinte. Es war ein herausforderndes Lächeln gewesen.
»Mary, wir können uns keinen Fernseher leisten.«
»Wieviel kostet ein Tischmodell, Bart? Ein GE oder ein Philco?«
»Neu?«
»Neu.«
Er dachte darüber nach, während er das Licht-und Schat-tenspiel auf ihren sanft geschwungenen Brüsten betrachtete. Sie war damals so viel schlanker gewesen (aber sie ist auch heute kaum dick zu nennen, George, wies er sich vorwurfsvoll zurecht; hab’ ich ja auch nie behauptet, Freddy, alter Junge), sie hatte viel lebendiger gewirkt. Sogar ihre Haare hatten vor Leben gesprüht und die Botschaft ausgesandt:
»Um die siebenhundertfünfzig Dollar«, sagte er und nahm am. daß das ihr Lächeln ersticken würde … aber das tat es nicht.
»Sieh mal«,
sagte sie und setzte sich in Indianermanier mit untergeschlagenen Beinen im Bett auf.»Ich sehe«,
antwortete er schmunzelnd.»Worüber denkst du nach?«
»Warum wünschen Männer sich einen Fernseher?« fragte sie. »Um sich die Sportsendungen am Wochenende anzusehen. Und warum möchten Frauen gern einen Fernseher haben? Für die Seifenopern am Nachmittag. Man kann sie nebenbei ansehen beim Bügeln oder beim Ausruhen nach der Hausarbeit. Nehmen wir mal an, daß wir beide eine Beschäftigung finden - eine, für die wir
»Ein Buch lesen, zum Beispiel, oder Liebe machen«, schlug er vor.