Wo in den Schalen dunkle Flammen schwellen
(где в чашах выбухают темные языки пламени; die Schale – чаша, пиала; die Flamme – пламя; schwellen – набухать /о почках/; прибывать /о воде/),Wo golden klingen vieler Leiern Saiten
(где по-золотому звенят многих лир струны; die Leier; die Saite).Durch hohe Fenster schaun sie auf die Wellen
(сквозь высокие окна смотрят они на волны; das Fenster; die Welle),Auf gr"une Wiesen in den blassen Weiten
(на зеленые поляны в бледных далях; die Wiese; die Weite).Er scheint zu l"acheln aus des Sch"adels Leere
(кажется, что он улыбается из пустоты черепа; leer – пустой; die Leere),Er schl"aft, ein Gott, den s"usser Traum bezwang
(он спит, бог, которого покорил/которым овладел сладостный сон; bezwingen – побеждать /противника/; покорять, подчинять; укрощать; zwingen – принуждать).Die W"urmer bl"ahen sich in seiner Schw"are
(черви пучатся/надуваются в его язве; die Schw"are – нарыв; гнойник),Sie kriechen satt die rote Stirn entlang
(они ползут, сытые, вдоль красного лба).Ein Falter kommt die Schlucht herab
(мотылек спускается в овраг/ущелье; der Falter; herab – вниз: «туда-вниз»). Er ruht (он сидит: «покоится»)Auf Blumen
(на цветах; die Blume). Und er senkt sich m"ud (и он устало опускается)Der Wunde zu
(к ране = на рану), dem grossen Kelch von Blut (к большому кубку, полному крови; der Kelch),Der wie die Sammetrose dunkel gl"uht
(который, словно «бархатная роза», темно пылает = пылает темным жаром; der Sammet = der Samt – бархат; die Samtblume – щирица /растение с желто-коричневыми цветами и сильным ароматом/; gl"uhen – накаляться; пылать).Der Schl"afer im Walde
Seit Morgen ruht er. Da die Sonne rotDurch Regenwolken seine Wunde traf.Das Laub tropft langsam noch. Der Wald liegt tot.Im Baume ruft ein V"ogelchen im Schlaf.Der Tote schl"aft im ewigen Vergessen,Umrauscht vom Walde. Und die W"urmer singen,Die in des Sch"adels H"ohle tief sich fressen,In seine Tr"aume ihn mit Fl"ugelklingen.Wie s"uss ist es, zu tr"aumen nach den LeidenDen Traum, in Licht und Erde zu zerfallen,Nichts mehr zu sein, von allem abzuscheiden,Und wie ein Hauch der Nacht hinabzuwallen,Zum Reich der Schl"afer. Zu den HetairienDer Toten unten. Zu den hohen Pal"asten,Davon die Bilder in dem Strome ziehen,Zu ihren Tafeln, zu den langen Festen.Wo in den Schalen dunkle Flammen schwellen,Wo golden klingen vieler Leiern Saiten.Durch hohe Fenster schaun sie auf die Wellen,Auf gr"une Wiesen in den blassen Weiten.Er scheint zu l"acheln aus des Sch"adels Leere,Er schl"aft, ein Gott, den s"usser Traum bezwang.Die W"urmer bl"ahen sich in seiner Schw"are,Sie kriechen satt die rote Stirn entlang.Ein Falter kommt die Schlucht herab. Er ruhtAuf Blumen. Und er senkt sich m"udDer Wunde zu, dem grossen Kelch von Blut,Der wie die Sammetrose dunkel gl"uht.Ophelia
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