Читаем Ночная песнь странника. Из немецкой лирической поэзии XVIII, XIX, XX веков полностью

Die Zeit hinab (вниз по /реке/ времени/). Durch Ewigkeiten fort (сквозь вечности /прочь, мимо/; die Ewigkeit; ewig – вечный),

Davon (от которых/которыми) der Horizont wie Feuer raucht (горизонт, как огонь, дымится; das Feuer; der Horiz'ont).

Ophelia

1

Im Haar ein Nest von jungen Wasserratten,Und die beringten H"ande auf der FlutWie Flossen, also treibt sie durch den SchattenDes grossen Urwalds, der im Wasser ruht.Die letzte Sonne, die im Dunkel irrt,Versenkt sich tief in ihres Hirnes Schrein.Warum sie starb? Warum sie so alleinIm Wasser treibt, das Farn und Kraut verwirrt?Im dichten R"ohricht steht der Wind. Er scheuchtWie eine Hand die Flederm"ause auf.Mit dunklem Fittich, von dem Wasser feuchtStehn sie wie Rauch im dunklen Wasserlauf,Wie Nachtgew"olk. Ein langer, weisser AalSchl"upft "uber ihre Brust. Ein Gl"uhwurm scheintAuf ihrer Stirn. Und eine Weide weintDas Laub auf sie und ihre stumme Qual.

2

Korn. Saaten. Und des Mittags roter Schweiss.Der Felder gelbe Winde schlafen still.Sie kommt, ein Vogel, der entschlafen will.Der Schw"ane Fittich "uberdacht sie weiss.Die blauen Lider schatten sanft herab.Und bei der Sensen blanken MelodienTr"aumt sie von eines Kusses KarmoisinDen ewigen Traum in ihrem ewigen Grab.Vorbei, vorbei. Wo an das Ufer dr"ohntDer Schall der St"adte. Wo durch D"amme zwingtDer weisse Strom. Der Widerhall erklingtMit weitem Echo. Wo herunter t"ontHall voller Strassen. Glocken und Gel"aut.Maschinenkreischen. Kampf. Wo westlich drohtIn blinde Scheiben dumpfes Abendrot,In dem ein Kran mit Riesenarmen dr"aut,Mit schwarzer Stirn, ein m"achtiger Tyrann,Ein Moloch, drum die schwarzen Knechte knien.Last schwerer Br"ucken, die dar"uber ziehnWie Ketten auf dem Strom, und harter Bann.Unsichtbar schwimmt sie in der Flut Geleit.Doch wo sie treibt, jagt weit den MenschenschwarmMit grossem Fittich auf ein dunkler Harm,Der schattet "uber beide Ufer breit.Vorbei, vorbei. Da sich dem Dunkel weihtDer westlich hohe Tag des Sommers sp"at,Wo in dem Dunkelgr"un der Wiesen stehtDes fernen Abends zarte M"udigkeit.Der Strom tr"agt weit sie fort, die untertaucht,Durch manchen Winters trauervollen Port.Die Zeit hinab. Durch Ewigkeiten fort,Davon der Horizont wie Feuer raucht.

Georg Trakl

(1889–1914)

Im Herbst

(Осенью63)

Die Sonnenblumen (подсолнухи; die Sonne – солнце; die Blume – цветок) leuchten am Zaun (светятся у забора; der Zaun),

Still sitzen Kranke im Sonnenschein (тихо сидят больные на солнечном свету; der Schein – свет; scheinen – светить).

Im Acker (в поле; der Acker – поле, пашня) m"uhn sich (трудятся; die M"uhe – труд, усилие) singend (с песнями, поющие: «поя») die Frau’n (женщины),

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