Читаем Die Kinder der Erde полностью

»Ich werfe niemandem etwas vor. Ich bin nur … Ich ging zu mir, um sie anzusehen. Um mich zu vergewissern, daß mit ihnen alles in Ordnung ist. Um mich zu vergewissern, daß sie nicht … denselben Traum hatten.«

»Und woher weißt du, daß sie nicht geträumt haben? Hast du sie geweckt und gefragt?«

»Ich weiß nicht, was sie träumen. Ich weiß nur, daß sie sehr jung sind. Und ich freue mich riesig darauf, was sie sein werden. Auf die nächste Woche und den nächsten Monat und das nächste Jahr und … aber dann habe ich auch gesehen …«

»Was?« fragte Zdorab.

»Ich erinnere mich daran, wie sie gewesen sind. Als kleine Babys. Als ich sie gestillt habe. Als sie ihre ersten Schritte machten. Als sie zum erstenmal sprachen, als sie zum erstenmal spielten, als sie lesen und schreiben lernten. Ich erinnere mich an alles, und diese Kinder sind nicht mehr da.«

»Sie sind nicht weg. Sie sind nur größer geworden.«

»Groß geworden, ich weiß. Aber dieses Lebensalter, das ist weg. Man verliert diese Jahre, ganz gleich, was man tut. Sie wachsen heraus, sie schieben ihre eigene Kindheit zur Seite, sie danken dir nicht, daß du dich daran erinnerst.«

Zdorab schüttelte den Kopf. »Ich habe gesehen, wie dieser übergroße Computer die Menschen bearbeitet, Schedemei. Du weißt, du willst deine Kinder nicht Nafai und Luet übergeben, damit sie sie großziehen. Sie sind selbst noch Kinder.«

»Ich weiß, daß ich es nicht will. Aber was ist für sie am besten? Was ist für sie alle am besten? Menschen haben ihre Kinder in den Krieg geschickt. Sie haben heldenhafte Dinge getan.«

»Und nachdem sie die Kinder verloren hatten, haben sie getrauert und nie damit aufgehört.«

»Aber verstehst du nicht? Wir werden sie nicht verlieren. Es ist, als … als hätten wir sie auf die Schule geschickt. In Basilika tun die Leute das ständig. Sie schicken ihre Kinder in das Haus einer anderen, damit sie dort erzogen werden. Wären wir dort geblieben, hätte ich das auch getan. Sie wären bereits fort, beide. Eigentlich würden wir nur auf die Ferien verzichten.«

Zdorab richtete sich auf einen Ellbogen auf. »Wie du gesagt hast, Schedemei, es sind unsere einzigen Kinder. Ich hätte nie gedacht, daß ich welche bekommen werde. Ich habe es nur dir zu Gefallen getan, weil du meine … Freundin bist. Und du sie so sehr gewollt hast. Und hättest du mich damals gefragt, als du schwanger warst, ob du sie aufgeben könntest, hätte ich gesagt, na schön, tu, was du willst, es sind deine Kinder. Aber jetzt sind es nicht nur deine. Ich habe sie gezeugt, so unglaublich das auch für mich ist, und ich habe sie erzogen und für sie gesorgt und sie geliebt, und ich will dir etwas sagen. Ich will keinen einzigen Tag mit ihnen verlieren.«

Sie schüttelte den Kopf. »Ich auch nicht.«

»Dann vergiß diese Träume, Schedja. Soll der große Computer im Himmel planen, was immer er will. Wir sind nicht Teil seines Plans.«

Sie legte sich neben ihm im Bett auf den Rücken. »Oh, ich bin durchaus Teil davon.«

»Und wieso?« fragte er.

Sie nahm seine Hand und hielt sie. »Dieser Unsinn, den ich gesagt habe. Über Gene. Rezessive Gene, die zum Vorschein kommen, und so weiter.«

Das Bett erzitterte. Zdorab lachte.

»Das ist nicht komisch.«

»Nichts davon stimmte?«

»Ich habe keine Ahnung, ob es stimmt oder nicht. Sie wissen, daß ich Expertin für Genetik bin. Sie glauben, ich wüßte, wovon ich spreche. Aber ich weiß es nicht. Niemand weiß es. Ich meine, wir können die Genome verzeichnen, aber der größte Teil eines jeden genetischen Moleküls ist noch nicht entziffert worden. Das hielt man früher für bedeutungslosen Blödsinn. Aber das ist es nicht. Soviel habe ich von meiner Arbeit mit Pflanzen gelernt. Es ist alles nur … ruhig. Wartet. Wer weiß, was passieren wird, wenn sie diese Kusinen und Vettern untereinander heiraten lassen?«

Zdorab lachte erneut.

»Das ist nicht komisch«, sagte Schedemei. »Ich sollte ihnen wirklich die Wahrheit sagen.«

»Nein«, sagte Zdorab. »Was du ihnen gesagt hast, bewirkt nur, daß sie nicht das Bedürfnis sehen, unsere Kinder in irgendeins ihrer Experimente einzuschließen, die sie vielleicht durchführen wollen. Gut. So sollte es sein.«

»Aber sieh dir Issib an.«

»Was meinst du damit? Ist sein Zustand doch genetisch bedingt?«

»Nein, dieser Teil entsprach der Wahrheit. Aber sieh dir an, wie er gelitten hat, Zodja. Es ist nicht recht, andere Kinder so etwas durchmachen zu lassen, andere Eltern. Ich kann nicht …«

Zdorab seufzte. »Du tust immer so, als wärest du hartgesotten, Schedja, aber in Wirklichkeit bist du weich wie Käse an einem Sommertag.«

»Danke für diese übelriechende Analogie.«

»Schedja, wenn nicht stimmt, was du gesagt hast … welcher Ansicht bist du denn?«

»Ich weiß es nicht. Die Worte kamen einfach über meine Lippen. Weil ich irgend etwas sagen mußte, um sie von unseren Kindern abzulenken.«

»Genau. Die Überseele ist doch durchaus imstande, ihnen etwas zu sagen, oder?«

»Sie spricht ständig mit ihnen.«

»Dann soll die Überseele ihnen sagen, daß ihre Kinder untereinander nicht heiraten dürfen.«

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