Читаем Die Kinder der Erde полностью

Volemak schwieg darauf, Rasa jedoch nicht. »Ach, wollen wir uns ein wenig darin suhlen?« sagte sie. »Nafai, du bist noch jung und glaubst daher noch immer, das ganze Universum würde sich um dich drehen. Aber in Wirklichkeit tut es das nicht. Die Überseele hat uns überzeugt, daß es das Beste ist, wenn unsere jüngsten Söhne während der Reise wach bleiben. Nun mußt du dir Klarheit darüber verschaffen, ob du den Mut hast, Elemaks Zorn die Stirn zu bieten, wenn alles vorbei ist.«

»Und es ist euch gleichgültig, daß ich ihm — daß ich allen — mein Wort gegeben habe, ich würde es nicht tun?«

»Ich bin dein Vater«, sagte Volemak, »und Rasa ist deine Mutter. Wir entbinden dich von deinem Eid.«

»Elemak wird sich bestimmt beruhigen, wenn er das hört.«

Rasa lachte leise. »Jetzt hör aber auf, Nafai. Elemak ist der einzige in unserer Gemeinschaft, der keinen Augenblick lang geglaubt hat, du würdest dein Wort halten. Und weißt du, warum er es nicht glaubt? Weil er weiß, daß er dieses Versprechen sofort brechen würde, wäre er an deiner Stelle.«

»Aber ich bin nicht Elemak.«

»Doch, das bist du«, sagte Volemak. »Du bist genau das, was Elemak geworden wäre, hätte er ein gutes Herz gehabt.«

Nafai war sich nicht sicher, ob er soeben ein Lob oder eine Ohrfeige bekommen hatte.

Nach Huschidh, nach Vater und Mutter, kam Issib und brachte wie üblich nicht nur die Träume mit, die die Überseele ihm gegeben hatte, sondern auch einige Ideen, wie die Dinge besser funktionieren würden.

»Wir müssen uns unterhalten«, sagte Issib.

Nafai nickte.

»Ich habe immer wieder diese Träume.«

»Die Überseele«, sagte Nafai. »Ich weiß, ich habe diese Träume auch.«

»Nicht dieselben, Njef«, sagte Issib. »Ich sehe meinen Ältesten, Xodhja, wie er aus dem Raumschiff kommt …«

»Wie ich Zhjat sehe …«

»Und er sieht genau aus wie ich. Was lächerlich ist, weil er so viel vom Gesicht seiner Mutter hat. Aber in meinem Traum ist er ich. Doch er ist groß und stark, seine Arme, seine Brust — wie ein Gott. Wie eine dieser Statuen im alten Orchester.«

»Natürlich. Die Überseele manipuliert dich nur, Issib.«

»Ja, das weiß ich«, sagte Issib. »Ich war dabei, als wir ihr zum erstenmal widerstanden haben. Kannst du dich noch erinnern? Wir haben es zusammen getan.«

»Ich habe es nicht vergessen.«

»Wir haben bewiesen, daß wir nicht tun müssen, was die Überseele will, nicht wahr, Nafai? Aber dann haben wir uns entschlossen, der Überseele zu helfen, weil wir es wollten. Weil wir mit dem einverstanden waren, was sie zu bewirken versuchte.«

»Und solange ich damit einverstanden war, habe ich kooperiert. Was mich sehr viel gekostet hat, wie ich hinzufügen darf.«

»Gekostet? Dich? Mit dem Mantel der Herrn der Sterne?«

»Ich würde den Mantel sofort gegen das Wissen eintauschen, daß meine Brüder mich lieben.«

»Ich liebe dich, Njef. Hast du daran je gezweifelt?«

»Nein, ich meinte doch nicht …«

»Und Okja und Yaja lieben dich. Sind sie nicht deine Brüder? Bin ich nicht dein Bruder?«

»Ihr alle seid es.«

»Und ich glaube wirklich nicht, daß du etwas darum gibst, ob Meb dich mag oder nicht.«

»Na schön, es geht um Elemak. Ich würde den Mantel des Herrn der Sterne für Elemaks Respekt eintauschen, könnte ich ihn irgendwie bekommen.«

»Verstehst du denn nicht, Njef? Du kannst seinen Respekt niemals haben.«

»Weil ich dieses Respektes niemals würdig wäre.«

»Du Dummkopf.« Issib lachte ihn aus. »Du bist beschränkt, Nafai. Du bekommst seinen Respekt genau deshalb nicht, weil du ihn verdient hast.«

»Schon in der Schule habe ich keine Paradoxa ausstehen können. Ich glaube, sie sind die Schlußfolgerung, zu der Philosophen gelangen, wenn sie …«

»Ich weiß. Wenn sie zu denken aufhören. Das hast du schon öfter gesagt. Aber das ist kein Paradoxon. Elemak haßt dich, weil du sein jüngerer Bruder bist und er weiß — genau weiß —, daß du mehr von Vaters Respekt und Liebe bekommst als er. Er haßt dich, weil er weiß, daß du in Vaters Augen ein besserer Mensch bist als er.«

»Ich wünschte, es wäre so.«

»Du weißt, daß es stimmt. Doch wenn du alles aufgeben, wenn du alles Elemak überlassen würdest, wenn du den Mantel aufgeben und die Überseele zurückweisen würdest — glaubst du, dann würde er dich respektieren? Natürlich nicht. Denn dann wärest du wirklich verachtenswert. Schwach. Ein Nichts.«

»Du hast mich überzeugt. Ich werde den Mantel behalten.«

»Der Mantel ist nichts. Du tust bereits etwas viel schlimmeres.«

Nafai betrachtete ihn ruhig. »Soll das heißen, du willst mich wirklich überzeugen, deine vier ältesten Kinder während der Reise wach zu halten, sie auszubilden und für dich großzuziehen, damit du feststellst, daß sie bereits erwachsen sind, wenn du aufwachst?«

»Keineswegs«, sagte Issib. »Das würde ich verabscheuen.«

»Worum geht es dann?«

»Halte sie wach, aber wecke auch mich gelegentlich auf. Einmal pro Jahr, für ein paar Wochen. Ich könnte die Kinder dann am Computer ausbilden, zum Beispiel. Niemand versteht sich besser darauf als ich.«

»In der neuen Kolonie werden sie keine Computer brauchen.«

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