»Ich will dir die Details ersparen«, sagte er. »Aber es gab einen Abend vor nicht allzu langer Zeit, da wurde mir klar, mit absoluter Sicherheit, dass ich kurz davor war, zu sterben. Ich habe es
Während er dies sagte, hatte Constance sein Gesicht genau betrachtet. Da war eine Intensität des Ausdrucks, ein Blick in seinen glitzernden silbernen Augen, den sie noch nie gesehen hatte.
Er drückte ihre Hände fester. »Bitte komm nach Hause.«
Einen langen Augenblick blieb Constance still, hielt seinem Blick stand. Und dann – fast nicht wahrnehmbar – nickte sie.
Über die Autoren
Die Thriller von Douglas Preston und Lincoln Child »sind ihren Rivalen haushoch überlegen«
Die Autoren laden ihre Leserinnen und Leser herzlich ein, ihnen E-Mails zu schreiben, oder besuchen Sie sie auf ihrer Website www.prestonchild.com.
Hat Ihnen dieses Buch gefallen? Dann haben wir noch einen Lesetipp für Sie:
Douglas Preston / Lincoln Child
Grave – Verse der Toten
Ein neuer Fall für Special Agent Pendergast
Eine äußerst morbide Mordserie wird zu einer ganz besonderen Herausforderung für Special Agent Aloysius Pendergast – denn dem erklärten Einzelgänger wird von seinem neuen Chef beim FBI ein Partner zur Seite gestellt.
Mit Agent Coldmoon im Schlepptau, reist Pendergast nach Miami Beach in Florida, wo ein Serienkiller die Herzen ermordeter Frauen zusammen mit kryptischen Briefen auf Gräbern ablegt. Während es zwischen den Opfern des Killers keinerlei Verbindung zu geben scheint, stellt sich schnell heraus, dass in den Gräbern ausnahmslos Selbstmörderinnen beigesetzt sind. Doch was haben diese toten Frauen mit den neuen Morden zu tun?
Je tiefer Pendergast und Coldmoon graben, desto klarer wird ihnen, dass die Lösung des Rätsels weit in der Vergangenheit liegen muss – und dass ihr Gegner ihnen näher ist, als ihnen lieb sein kann.
1
Sittsam spazierte Isabella Guerrero – von ihren Freundinnen und Mitspielerinnen im Bridgeclub Iris genannt – unter den Palmen des Friedhofs Bayside hindurch. Über ihr erstreckte sich ein schier endloser, blassblauer Himmel. Es war halb acht Uhr morgens, die Temperatur betrug um die 25 Grad, und der Tau, der immer noch auf dem breitblättrigen Sankt-Augustin-Gras lag, durchtränkte das Leder ihrer Sandaletten. In der einen Hand trug sie eine Handtasche von Fendi, in der anderen hielt sie die Leine, an der ihr Pekinese Twinkle wirkungslos zerrte. Iris schritt besonders achtsam zwischen den Gräbern und Anpflanzungen mit Buntnessel hindurch – denn erst drei Wochen zuvor hatte Grace Manizetti, beladen mit Einkäufen, auf dem Rückweg vom Publix das Gleichgewicht verloren und sich die Hüfte gebrochen.
Weil der Friedhof erst eine halbe Stunde zuvor seine Tore geöffnet hatte, hatte Iris ihn ganz für sich allein. So gefiel ihr das – Miami Beach wurde mit jedem Jahr voller. Selbst hier in Bal Harbour, am Nordende der Insel, war der Autoverkehr schlimmer, als sie das aus dem übervölkerten New York ihrer Kindheit kannte, als sie am Queens Boulevard aufwuchs. Und dieses scheußliche Einkaufszentrum, das vor einigen Jahren nördlich der Sechsundneunzigsten gebaut worden war, hatte alles nur noch schlimmer gemacht. Und nicht nur das: Von Süden her hatten sich – zusammen mit den Bodegas und